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Esna
liegt ca. 60 km südlich von Luxor. Meistens kann man den dortigen Tempel im Rahmen einer Nil kreuzfahrt besuchen.
Bemerkenswert ist der Boots-anleger, sie stammt aus der Zeit des römischen Kaisers Marc Aurel, dessen Kartuschen sie noch heute trägt.
Der Tempel von Esna war dem widderköpfigen Gott Chnum, sowie einigen anderen Gottheiten geweiht. Der Tempel stand in Verbindung mit vier anderen, heute nicht mehr erhaltenen Tempeln in der Umgebung. Das Besondere am Tempel von Esna ist, dass er 9 Meter unter der heutigen Stadt Esna liegt, also sozusagen in einer Grube.
Während des letzten Jahrhunderts wurde der Tempel noch als Baumwolllager genutzt. Vom einstigen Tempel ist heute nur noch eine Säulenhalle erhalten, die einst den Beginn des Tempelinneren bildete. Sie gilt als die schönste aller Tempelbauten der griechisch -römischen Epoche in Ägypten. Errichtet wurde der Tempel von Ptolemäus IV., es finden sich aber auch Reliefs von späteren ptolemäischen Pharaonen und römischen Kaisern.
Allerdings wird die Qualität dieser Reliefs im Vergleich zu früheren Epochen eher für mangelhaft gehalten. Auf den Säulen befinden sich Hieroglyphentexte, in denen die Feste des sakralen Jahres in Esna geschildert werden. Dieses sakrale Jahr ist auch in Form eines Kalenders festgehalten. Sogar chiffrierte Hymnen befinden sich an den Tempelwänden. In ihnen wurden die Hieroglyphen durch Widder- oder Krokodilzeichen ersetzt. Von den Griechen wurde Esna Latopolis genannt, da die Einwohner den Lates-Fisch verehrten. Die Fische wurden auf einen nahegelegenen Friedhof beigesetzt.
Edfu
liegt ca. 100 km südlich von Luxor. Wenn der Ort nicht im Rahmen einer Nil kreuzfahrt eingeschlossen ist, kann man, von Luxor oder Assuan aus, einen Tagesausflug buchen. Vom Anlegekai am Nil kommt man am besten in einer Pferdedroschke zum Horus-Tempel.
Der Tempel ist der besterhaltene in Ägypten. Gerade im überdachten inneren Bereich kann man sich einen guten Eindruck von der Wirkung machen, die einst alle ägyptischen Tempel bessen haben müssen. Manche Räume liegen völlig im Halbdunkel oder erhalten nur durch kleine Öffnungen Licht. An den Deckenplatten sind noch die Rußspuren der Generationen von Viehhütern zu sehen, die hier in späteren Zeiten ihre Lagerfeuer entzündet haben.
Der heute vorhandene Tempel wurde 237 v. Chr. gegründet. Die Baumaßnahmen wurden von den Ptolemäern über zwei Jahrhunderte hindurch fortgeführt. Bau und Gründung des Tempels sind in Inschriften auf der Tempelmauer beschrieben. Der Eingangspylon des Horus-Tempels ist der zweitgrößte nach dem ersten Pylon des Karnak -Tempels. Es finden sich hier die üblichen Darstellungen des Pharaos, der Feinde erschlägt. Am Übergang vom Tempelhof ins Innere befindet sich auf der rechten Seite ein Gang, der auf das Tempeldach führt. Mitunter findet sich ein hilfsbereiter Wächter der - gegen ein kleines Bakschisch - bereit ist den Zutritt zu gestatten.
Im Allerheiligsten des Tempels befindet sich noch der steinerne Schrein, in dem das Götterbild stand. Da diese Kultstatuen aus Edelmetall oder Holz mit Einlagen bestanden, sind sie aus allen Tempeln Ägyptens geraubt wurden. In der Nähe stößt man auf einen Raum, in dem einst die heilige Sonnenbarke aufbewahrt wurde. Eine Rekonstruktion, die auf Reliefs im Tempel beruht, steht heute dort.
Interessant ist der Umgang, der sich um das Tempelinnere zieht. Guterhaltene Darstellungen zeigen unter anderen Horus, der gegen Nilpferde,als Verkörperungen des "bösen" Gottes Seth, kämpft. Die Gesichter der Götter und Pharaonen wurden vermutlich während der christlichen Zeit ausgemeißelt.
Kom Ombo
liegt ca. 40 km nördlich von Assuan. Wenn der Ort nicht im Rahmen einer Nil kreuzfahrt eingeschlossen ist, kann man den dortigen Tempel von Luxor oder Assuan aus besuchen.
Der Tempel von Kom Ombo liegt auf einer Erhebung direkt am Nilufer. Vom Tempel hat man einen schönen Blick auf den Nil und die umliegenden Felder. Errichtet wurde die Anlage in der ptolemäischen Zeit Ägyptens, hier wurden parallel der Krokodilgott Sobek und der falkenköpfige Haroeris, sowie einige andere Gottheiten verehrt.
Am Eingang des Tempels sind in einem kleinen Hathor -Heiligtum Krokodilmumien von einen nahegelegenen Tierfriedhof ausgestellt.
Das besondere am Kom Ombo-Tempel ist die Anlage als Doppeltempel. Er ist in zwei symmetrische Hälften aufgeteilt: die linke Seite für Haroeris, die rechte für Sobek.
Die Reliefs im Inneren sind gut erhalten und im typischen "runden" ptolemäischen Stil ausgeführt.
Es zeigen sich jedoch Spuren des Niedergangs, so haben die Künstler sich nicht immer an den typischen ägyptischen Kanon gehalten.
Interessant ist noch ein tiefer Brunnen auf dem Tempelgelände. Entgegen den Behauptungen der Fremdenführer, daß hier die heiligen Krokodile gehalten wurde, diente er wohl einfach der Wassergewinnung.