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Schon auf der Fahrt nach Assuan wird deutlich, dass Nubien nicht mehr gleich Ägypten ist: Die Landschaft wird wilder, der Nil vom Felsland eingepresst. Während Luxor zu Beginn der Reise mit dem Tal der Könige und der reichen Fülle an Kultstätten in nur einem Ort einen ersten archäologischen Akzent setzte, könnte man sagen, Assuan setzt einen landschaftlichen. Aga Khan, geistiger Führer der Ismailiten, ließ sich nach seinem Tod 1957 hier bestatten, weil es der schönste Platz der Erde sei, wie er sagte. Seine Witwe legte in seinem Mausoleum jeden Tag eine Rose nieder, bis sie ihm im Jahr 2000 folgte.

Stilvoll genießen lässt sich die zauberhafte Atmosphäre des Ortes im ruhmreichen Old Cataract Hotel, das zu den glanzvollsten Hotels des Landes gehört. Von der Terrasse hat man einen spektakulären Blick auf Elephantine Island und das Mausoleum Aga Khans. Wesentliche Teile ihres Weltbestsellers „Tod auf dem Nil“ verfasste Agatha Christie als Gast des Old Cataract.

Die Stadt Assuan liegt am Ostufer des Nils, ca. 900 km südlich von Kairo. Assuan gilt als das schönste Winterquartier in Ägypten. Es hat wunderschöne Landschaften, ist sehr ruhig gelegen und ist das ganze Jahr über sonnig und warm. Und wer einen Vergleich mit anderen ägyptischen Städten hat, dem fällt gleich auf, dass Assuan im Vergleich z. B. zu Kairo, sehr sauber ist.

In Assuan kann man eine angenehme Zeit beim Flanieren an der Niluferstraße verbringen, wo die Wüste mit ihrem bernsteinfarbenen Sand die Granitsteine um die smaragdfarbene Insel berührt, die von Palmen und tropischen Pflanzen bewachsen ist. Bei Touristen auch immer sehr beliebt: eine Fahrt mit der Felukke auf dem Nil, ein kleines Segelschiff, dass Sie auf einer Spazierfahrt durch die Katarakte (Nilausläufe) an berühmten Hotels und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten von Assuan vorbeiführt. Oder Sie bummeln über den Basar von Assuan, wo die Ägypter mit Produkten aus Handarbeit, Gewürzen, Textilien oder Parfüme handel treiben.
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Sehenswürdigkeiten in Assuan
Philae Tempel

Der Tempel von Philae wurde aus Sandstein erbaut und ebenfalls im Zuge des Staudammbaues von 1973-1981 von der Insel Philae, die dem Tempel den Namen gab, auf die höher gelegene Insel Agilika versetzt. Der Tempel aus der Epoche der Ptolemäer wurde 250 v.Chr. begonnen und 111 n.Chr. vollendet.
Elephantine Insel
Auf der Von den Gaufürsten als Residenz- und Garnisonsplatz gewählten Insel sind heute noch Reste eines Tempels, der dem widderköpfigen Gott Chnum geweiht war, zu besichtigen. Ebenfalls zu sehen ist ein Nilmesser, auf dem 3000 Jahre alte Wasserstandsmarken eingraviert sind. Ein Museum in dem man Funde von Ausgrabungen, die rund um Assuan gemacht wurden, bestaunen kann, ist auch einen Besuch wert.
Das Mausoleum des Aga Khan
Grabmal des 1957 verstorbenen Oberhauptes der Ismaeliten Sekte am Westufer des Nils, gegenüber vom Old-Cataract Hotel. Das Mausoleum ist im fatimidischen Stil erbaut. Der Blick von oben auf die Stadt Assuan ist sehr beeindruckend.
Botanischer Garten
Die ehemalige Privatinsel von Lord Kitchener beherbergt heute einen botanischen Garten.
Der unvollendete Obelisk
Ein rund 41 m langer und 4 m breiter, halbfertiger Obelisk in den Granitsteinbrüchen, bei dem man die Arbeitsweise der alten Ägypter gut erkennen kann.
Das Simeon-Kloster
Stammt aus dem 6. Jhdt. und zählte einst zu dem imposantesten koptischen Klosteranlagen Ägyptens. Die Basilika mit den gut erhaltenen Freskenresten, die Jesus Christus und die Apostel darstellen, befindet sich auf der unteren Terrasse.
Die Gräber der Adligen
Die weithin sichtbaren Gräber der Gaufürsten aus dem 23. Jhdt. v. Chr. sind in den steil abfallenden Felsen des westlichen Berges eingehauen. Die Gräber liegen gegenüber dem nördlichen Ende der Stadt und geben mit Ihren Inschriften und Malereien Auskunft über das damalige Leben.
Die Staudämme
Von 1898-1902 n . Chr. wurde bereits der erste Staudamm in Assuan erbaut und nach zwei Erhöhungen 1912 und 1934 galt er als Grundlage für die neuzeitliche Bewässerung. Er ist 2 km lang und ca. 51 m hoch. Der neue Staudamm wurde von 1960-1971 in Zusammenarbeit mit der Sowjetunion errichtet. Der Staudamm Sadd el Ali ragt 111 m über das Flußbett, ist ca. 4 km lang und an der Krone 40 m breit. An der Basis erreicht er eine Breite von 980 m . Der aufgestaute Nasser-See ist 550 km lang und reicht bis in den Sudan und ist der drittgrößte Stausee der Welt.
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