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Die Wüste
Das Wort "Oase" wird oft gebraucht, um einen Ort zu beschreiben, an dem man die Alltagssorgen vergessen, sich entspannen und geistig erneuern kann. Genau das sind die Oasen Ägyptens: unverdorbene Zufluchtsorte vor der modernen Welt, Zivilisationsnester inmitten dramatischer Wüstenlandschaft. Umgeben von Sand und Himmel bieten die Oasen ein Gefühl der Zeitlosigkeit, das im 20. Jahrhundert selten geworden ist. Mensch und Natur leben hier zusammen seit der Steinzeit, doch die Sterne, Gesteinsformationen und Sanddünen lassen sich mit unseren Kalendern nicht berechnen.
Das Wort "Oase" stammt aus dem Ägyptischen (von dem koptischen Wort ouahe), und die ägyptischen Oasen sind noch immer die abwechslungsreichsten der Welt. Falls Sie Abenteuer und Spannung suchen, erforschen Sie die majestätische Wüste per Geländewagen oder Kamel, verbringen Sie eine Nacht unter dem Sternenhimmel und nehmen Sie ein morgendliches Bad in den heißen Quellen.
Lassen Sie Ihre persönliche Oase entstehen, durch den nächtlichen Himmel und die schweigende Umgebung - ein innerer Friede, den Sie mit nach Hause nehmen können.
Wir organisieren individuell nach Ihren Wünschen jeden Wüstenausflug.
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Oase Kharga
Sie war einst die vorletzte Station auf der "Strasse der Vierzig Tage", der berüchtigten Sklavenhandelsroute zwischen Nordafrika und dem tropischen Süden. Heute ist Kharga die größte der Oasen des Neuen Tals. ln der Hauptstadt wohnen etwa 60.000 Menschen, darunter über 1.000 Nubier, die nach dem Bau des Nasser Staudamms hier angesiedelt wurden.
Die Oase Kharga Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der Hibistempel, der an der Stätte einer Siedlung der Perser und Ptolemäer errichtet wurde. Der Tempel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. zählt zu den wenigen persischen Monumenten in Ägypten und ist gut erhalten. Falken und riesige Wandreliefs, die Darius bei der Begrüßung der ägyptischen Götter darstellen, zieren die Außenmauern des Tempels. Zehn Kilometer entfernt liegt die antike Nekropolis von Bagawat, mit 263 Lehmziegelkapellen, von denen einige koptische Wandmalereien aufweisen, darunter die Friedenskapelle mit Darstellungen Adams und Evas und der Arche Noah, und die Exoduskapelle, die die Verfolgung der Juden unter Leitung Moses durch pharaonische Truppen zeigt. Zu den pharaonischen Altertümern der Oase zählen der Al-Ghuwaytah Tempel aus dem Jahr 522 v. Chr., und der Amenebis Tempel.
Die Thermalquellen in den Dörfern Bulaq und Nasser sind berühmt wegen ihrer Temperaturen, die bis auf 43 Grad Celsius steigen. Das Wasser soll besonders bei Rheuma und Allergien heilend wirken. Weiter im Süden befindet sich die Oase Baris, die zweitgrößte Ortschaft Khargas. Kurz davor ist ein unvollendetes Wohnprojekt des Architekten Hassan Fathy im traditionellen nubischen Baustil. Die einheimische Bevölkerung weigerte sich, einzuziehen, wegen der Ähnlichkeit der Häuser zu Grabbauten. Zu den Altertümern zählt der Tempel von Dusch. Der Name ist von der antiken sudanesischer Hauptstadt. Kusch abgeleitet, die rege Handelsbeziehungen zu Ägypten pflegte. Archäologen graben derzeit die antike Stadt Kysis aus, zu der der Tempel gehörte. Ein feines Netzwerk deutet darauf hin, dass Kysis verlassen wurde, als die unterirdischen Wasserquellen versiegten. Wann das war, ist indes noch unklar.
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Oase Dakhla
Die Oase Dakhla
besteht aus 14 Ortschaften. Der nördliche Horizont der Oase ist von einer Wand aus rosenfarbigen Stein abgesteckt. Felder voll Reis und Erdnüssen, Gärten mit Obstbäumen trotzen den Sanddünen zwischen Kharga und Farafara, eine Gegend von unbeschreiblicher natürlicher Schönheit. In der Hauptstadt Mut, benannt nach der antiken Göttin der Triade von Theben, befindet sich das Heimatmuseum, ein traditionelles Haus mit einem raffinierten hölzernen Kombinationsschloss. Tonfiguren zeigen verschiedene Aspekte lokaler Kultur und Familienlebens. Al-Kasr, etwa 35 km von Mut entfernt, war ursprünglich eine römische Siedlung, und wurde im Mittelalter Hauptstadt der Oase. Die Altstadt ist ein einziges Labyrinth aus engen Gassen, gesäumt von Lehmhäusern mit fein geschnitzten Holzverzierungen. Sehenswert ist auch die Moschee aus der Ayoubidenzeit. Vom Dach der Madrasa aus dem zehnten Jahrhundert haben Sie einen bezaubernden Blick auf die Umgebung. Auf dem Rückweg nach Mut bietet sich ein Picknick am Bir Al-Gabal, einem von Palmen umgebenen Salzsee an.
Weitere Tagesausflüge von Mut aus sind die AI-Muzawaka Gräber aus dem 1. Jahrhundert, und das Deir El-Hagar, ein Tempel, der ursprünglich der Triade von Theben geweiht war, und später von den Römern neu errichtet wurde. Nach der Tempelbesichtigung können Sie ein Bad in den in der Nähe gelegenen heißen Schwefelquellen nehmen. Besuchen Sie auch die römischen Gräber in Baschendi, und versäumen Sie nicht einen Besuch der Teppichweberei, wo Teppiche mit Alltagsszenen aus dem Oasenleben gewoben werden. In dem in der Nähe gelegenen Dorf Balaat, einem wichtigen Handelsposten mit dem antiken Nubien graben Archäologen derzeit dutzende Mastabas aus der sechsten Dynastie aus.
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Oase Farafra
Die Oase Farafra
in pharaonischer Zeit als Ta-iht oder Land der Kuh bekannt, besteht aus einem einzigen Dorf, und gilt als Isolierteste aller Oasen der westlichen Wüste.Die Oase Farafra Ihre Bewohner sind bekannt für ihre strenge Einhaltung der Traditionen und ihre Gläubigkeit. So heißt es, die Dorfbewohner hätten einmal die Zeit vergessen. Sie sandten daraufhin eigens einen Reiter nach Dakhla, damit sie das Freitagsgebet zu rechten Zeit halten konnten. Der älteste Teil des Dorfes befindet sich am Fuß eines Hügels, neben ummauerten Palmgärten. Einen kurzen Ritt entfernt liegen die Schwefelquellen von Bir Setta, und im Mi-fid Teich können Sie ein Bad nehmen. Wie in den anderen Oasen auch, sind die Häuser blau getüncht, (zum Schutz vor dem bösen Blick). Viele sind zusätzlich noch bemalt mit Landschaften, Tieren und Keramiken, das Werk des einheimischen Künstlers Badr. In seinem Haus können Sie seine Werke bewundern. Ein weiterer Einheimischer, bekannt als "Mr Socks" verkauft wunderschöne handgestrickte Kamelhaarpullover.
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Oase Bahariya
Sie befindet sich in einer Senkung, die über 2.000 m² umfasst, und umgeben ist von schwarzen Hügeln aus eisenhaltigen Quarz und Dolorit. Die meisten Dörfer und bestellten Felder können von der Spitze des 50 Meter hohen Gebel al-Mi'ysrah aus gesehen werden. Die Oase BahariyaMan sieht ebenfalls die massiven Sanddünen, die einige der älteren Siedlungen zu verschlingen drohen. Hier leben zahlreiche wilde Tiere, vor allem Vögel. Angebaut werden unter anderem Datteln, Oliven, Aprikosen, Reis und Mais, wobei die Anbaufläche nur einen geringen Teil der Oase ausmacht. Das größte Dorf der Oase heißt Bawiti. Das malerische Hügelviertel der Ortschaft blickt auf saftige Palmengärten, die von Wasser des Ain al-Beschmo gespeist werden, einer Quelle, die in römischer Zeit in den Stein gehauen wurde, und 30 Grad heißes Wasser sprudelt. Das benachbarte Dorf al-Qasr wurde über einem Tempel der 26. Dynastie errichtet. In der Nähe können Sie bemalte Gräber aus derselben Epoche sehen. Baharyia ist bekannt für seine Mineral-und Schwefelquellen, darunter Bir Mathar und Bir al-Ghaba. Unternehmen Sie Tagesausflüge in die Wüste, und verbringen Sie die Abende entspannt im Kaffeehaus, rauchen Sie eine Schischa, lauschen Sie authentischer Beduinenmusik. Dem Reisenden bietet sich nun die Wahl entweder über eine neue Straße nach Siwa weiterzufahren, oder durch die Weiße Wüste nach Farafra zu fahren.
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Die weiße Wüste
Die Sterne sprechen von der Unbedeutsamkeit des Menschen in der langen Ewigkeit der Zeit, die Wüste spricht von seiner Unbedeutsamkeit hier und jetzt.
Kein Besucher der westlichen Wüste sollte einen Besuch der Weißen Wüste verpassen. Wer von Bahariya kommt, wird durch die schwarze Wüste fahren, vorbei an drei kleinen Oasen. In der Nähe befinden sich einige römische Ruinen, darunter eine Kirche mit koptischen Inschriften. Bahariya und Farafra sind getrennt durch eine Kette beeindruckender und fotogener Sanddünen. Kurz nach dem Sillimpass beginnt die Weiße Wüste, eine einmalige Landschaft verwitterter, surreal anmutender Gesteinsformationen, die besonders beeindruckt bei Sonnenaufgang oder Untergang. An mondlosen Abenden kann man vom Lagerfeuer aus die Milch-strasse bewundern, während Sternschnuppen den Himmel beleuchten. Ausflüge per Kamel oder Geländewagen inklusive einer warmen Mahlzeit können hier noch arrangiert werden. Ein unvergessenes Erlebnis und beeindruckende Elemente dieser einzigartigen Wüstenart mit seinen steinigen Skulpturen, die von der Natur im Laufe der Zeit entstanden sind, werden Sie noch lange nach dieser Tour begleiten. Die weisse Wüste ist ein Muss für jeden Wüstenfan.
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Auf Anfrage
Die Oase Siwa, oder die Oase Fayoum organisieren wir gern auf ihre Anfrage mit sehr erfahrenen Wüstenführern, auch als mehrtägige Touren.




